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BildnerischesDies ist erst ein Probelauf. Die Qualität der hier gezeigten Reproduktionen wird nach und nach verbessert. Die Originale bleiben allerdings so wie sie sind... Das gilt für die künstlerischen Ergüsse. Unter “Photos” (sorry, du neue Rechtschreibreform, da mach ich nicht mit!) gibt’s bei “News-Privat”, “News-Schule” und “News-Musik” die aktuellen Geschichten. Der letzten Jahre...
Ölbilder Photos
Interview von m mit M über M
m.: Wäre es trivial zu fragen, wann Sie geboren sind? M.: Lassen Sie den Konjunktiv weg, es ist trivial. 1965.
m.: Da sind wir ja der selbe Jahrgang. M.: Reizend.
m.: Wie dem auch sei, wollen Sie uns nicht ein paar biographische Angaben zu Ihrer Person geben? M.: Um mit Leo Slezak zu sprechen: ich besuchte nacheinander den Kindergarten, die Grundschule, das Gymnasium, die medizinische Fakultät der Universität, die Akademie der bildenden Künste und die Seminarschule. In Ersterem war ich am erfolgreichsten.
m.: Was hat Sie dazu bewogen, von der Medizin zur Kunst zu wechseln? M.: In jener war ich am erfolglosesten.
m.: Und Sie studierten an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg, bevor Sie Kunsterzieher in Unterfranken wurden? M.: Ja.
m.: Sie waren dort in einer Klasse für freie Malerei, widmeten sich aber gleichzeitig dem Studium des Lehramts. Ist es nicht schwierig, alles unter einen Hut zu bringen? M.: Nein.
m.: Sie verbrachten bereits einen Teil Ihrer Gymnasialzeit in Madrid, und es heißt, es zöge Sie auch sonst in die Ferne. Ihre größte Liebe neben der Malerei, die klassische Musik und das damit verbundene ...äh... Gesinge läßt Sie viel in der Gegend herumkommen. Trifft es zu, daß Sie sich auf Ihren Reisen die nötige Inspiration für Ihre Arbeiten einholen? M.: Ja.
m.: Daher erklärt sich wohl Ihre Beschäftigung mit der Landschaft in der bildenden Kunst, abgesehen von Musik-bezogenen Bildern, Portraits, Werken aus „aktuellem Anlaß“ etc.... Doch wenn man sich Ihre Werke so betrachtet, hat man nicht das Gefühl, Sie wollten dem Betrachter eine von Ihnen an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit empfundene Stimmung wiederdergeben. Vielmehr legen Sie, wenngleich unter Verwendung der ortsspezifischen -sagt man das so?- Farben, Ihr Hauptaugenmerk auf prägnante Formen, die Ihnen in der Landschaft begegnen. Irre ich mich da gänzlich? M.: Nein.
m.: Sie haben zudem die Angewohnheit, Verzeihung, das künstlerische Konzept, Formen, die Sie interessieren, zu vereinfachen, teilweise sogar zu einer Form zusammenzuziehen, so daß sich für den Betrachter nicht immer erschließt, was einst das Objekt oder die Objekte Ihres Interesses waren, also praktisch quasi darstellten. M.: Ja.
m.: Und da stört es Sie nicht, wenn jemand an ein Bild herantritt, das, sagen wir mal, der Skizze einer schottischen Kirchenruine zugrunde liegt, und die Form, die er darin entdeckt, beispielsweise als Kuh identifiziert, oder als Gallenblase mit ansehnlichen Steinchen darin, also verstehen Sie mich nicht falsch, nicht daß es mir so ergangen wäre, nur vielleicht...möchte sagen, eine vage Assoziation, könnte natürlich auch was ganz.... M.: Nein.
m.: Sie arbeiten gerne mit Struktur, mischen in Ihre Untergründe Sand, Spachtelmasse, tragen dünne Lasuren auf dickere Schichten Ölfarbe auf. Ich gewinne den Eindruck, daß Ihre Bilder nur grob vorgeplant sind, daß sich die endgültige Form- und Farbgebung sowie der Duktus erst während des Malens herauskristallisieren. Wäre es zutreffend, zu behaupten, daß der Zufall und Ihre momentane Befindlichkeit beim Entstehungsprozeß eine nicht unwesentliche Rolle spielen, Sie sich sozusagen an Ihr Endergebnis herantasten? M.: Ja.
m.: Wenn Sie mir einen kleinen interpretatorischen Ansatz erlauben, so entdecke ich hinter Ihrem Werk, das sich als Ergebnis einerseits des wohl mehr stürmisch-emotional optisch wie seelisch Erlebten vor Ort als auch des Sinnens, der Konzentration in der kontemplativen Ruhe, der fast meditativen, zur inneren Reflexion aufrufenden Eintönigkeit des heimischen Ateliers darstellt, eine vielschichtige Persönlichkeit, die dem Drang nachzugeben sich gezwungen fühlt, das Extro- zum Introvertierten zu transzendieren, die die Selbstfindung in und durch Naturempfinden zur Apotheose einer weltanschaulichen Grundeinstellung erhebt und sich dadurch in permanente Relation setzt zur eigenen Umwelt und sich somit einerseits in dieselbe integriert wie im gleichen Zuge diese ihr, der Persönlichkeit, unterordnet. M.: Quatsch.
m.: Ich danke Ihnen für dieses Gespräch. M.: Geht in Ordnung.
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