Zieht Euch warm an: die Gymphs im Winter 03

Viele Proben, erster Konzert-Termin steht an, neuer Lebensraum im Norden durch Atelierausbau.

“Cold blows the winter wind over hill and heather...” (Soviel zum Winter.)

Aber vor allem: “The true word of welcome was spoken in the door.”

 

Sorry, diese Zitate sind nur verständlich für eingeweihte R.L. Stevenson-Fans und R. Vaughan-Williams-Freaks...

Das neue Jahr geht sehr bald los für die Gymphs: bereits am 4./5. Januar ist Showtime. Davon gibt’s zwar leider nicht wirklich Bilder, aber schöne Erinnerungen.

Jetzt aber was für zwei- und mehr-Geweihte: Ensemble-Probe, 17./18.01.  Kleines, aber feines Trüppchen probt “Now is the Month” und “Anna”. Zwischen diesen Tagen: Die Nacht der Rhetorik und Grammatik. Diese ist, unter anderen, seitens des linken Biebers ausschließlichen der rechten Swenja gewidmet. Der gleichen Swenja übrigens, die sich bei der Anrede “Du Doof!” an den Kopf fasste und zugab: “Ach ja, stimmt!”

Auch für die No hält dieses Wochenende neue Erkenntnisse bereit: Wie bediene ich den NOKIA-Communicator? (Insbesondere, wenn ich den ersten Konzert-Termin der Gymphs fest machen will...)

Der Carsten blättert zu alldem nur lässig in der Partitur, das Phone jederzeit in der Linken bereithaltend...

Und der Rest der 3 Tenöre, an diesem Wochenende anwesend, (welch ein Luxus: manchmal träumt selbst der Bach-Chor Würzburg von 3 Tenören, und wir haben, natürlich mit Nadia, unserer Teneuse, fünf!), der blättert in Vergangenheitsbewältigung.

Beispiele dazu:

Swenja: “Krombacher Premium Pils - Vollendet veredelter Spitzenkaffee!”

Oder der Satz des Abends (richtige Team-Arbeit, haben alle lang dran gewerkelt):

“Swenja, Du hast zwei Alternativen. Entweder Du verabschiedest Dich angemessen, oder wir performen Dir, Swenja (oh Swenja) das Sandmännchen, welchem Du bereits beim Zähne Putzen in C-Dur zu vernehmen nicht Dich zu entziehen wusstest (und demselben die Original-Tonart H-Dur anhaftet), in Fis-Dur.”

Wieder für Insider: Swenja zog es vor, sich angemessen zu verabschieden...

Diese Vergangenheitsbewältigung hat Folgen im Gymph-Buch:

- Ergänzungen

- Randnotizen

- Retrospektive Recherchen

- Collateral-Fussnoten

...und ähnliche Folge-Erscheinungen. So fragte die “oh Swenja” nach dem Zucker-Vieh, und Carstens Interesse galt der Frage, ob der “Schinken-Shop” noch offen habe...

Die Schinken-Shop-Frage erhebt sich zwar erst am nächsten Morgen, aber die Vorausschau auf Hunger in der nächsten Früh’ zeigt sich bereits am Abend in No’s gespannter...

...und des Ensemble’s gleichermaßen konzentrierter Arbeitshaltung.

Selbst verschwommen kann man dies...

...nachvollziehen.

Danach: Grosse Zäsur im Chorleben. Oben beschriebener Lebensraum (eigentlich Schlafensraum für den Chor und Arbeitsraum für den AK Kunst) wird endlich in Angriff genommen. Und vollendet.

Der Dave erschafft vom 20. bis zum 29. Januar 2003 ein Atelier, das seinesgleichen sucht. Eingeschlossen:

- aktives Wandrausreißen zur Bekämpfung des Freiheitsentzuges

- beherztes Bodenabschleifen mittels unterschiedlich effektiver          Maschinen zur Verbesserung der Optik und der Liegequalität

- engagiertes (und mutiges) Verlegen von elektrischen Leitungen        zur adäquaten Illumination

- isoliertes Loch in der Decke zum Ausfahren der Staffelei

uvm.

Dank an die Helfer (in alphabetischer Reihenfolge): Birgit, Conny, Joe, Joker, Gerald, Kohlmaise, Matze, Tobi. Auf Euch ist Verlass!

Ausgewählte Bilder von dieser Malefitz-Arbeit im Anschluss:

 

Am Schluss jeden Arbeitstages immer: Das “Bau-Lied” (“Whither must I wander”), Text Robert Louis Stevenson, Musik: Ralph Vaughan-Williams)

Fazit: Vorher...

...und nachher.

Weiter geht’s mit dem Gesamt-Proben-WE vom 07./08. Februar. “Anna hat Migräne” wird geprobt und “Bobby Shaftoe”. Dazu gibt’s Pesto. Und Forellen-Pframpf (welchen zu verfeinern der Carsten dem Dirigenten offensichtlich übel genommen hat).

Egal, hier zunächst Anna, die zwar zunächst die Melodiestimme mitsingen will (dieses Ansinnen dann wieder widerruft) , aber zumindest offensichtlich...

...zu keiner Zeit oder Gelegenheit unter Migräne leidet.

Die Christiane scheint auch beschwerdelos zu sein...

...im Gegensatz zur Swenja, die bedebklich gestimmt den Klängen des Pianisten lauscht.

Nochmal Anna ohne haemi-craniales Leiden, dafür die Conny im Hintergrund gespannt, wer denn durch die Küchentür zu spazieren gewillt ist. (Migräne leitet sich übrigens ab von haemi [giech.: halb, vergl. haemisphäre] und craneum [lat.: Schädel, hat nix mit Kranichen zu tun], ...also die typische Anamnsese: halbseitiger Schädelschmerz. Oder kein Bock.)

Wer auf jeden Fall durch oben genannte Küchentür zu spazieren gewillt sein muss, ist der Joe, denn der taucht am Morgen ohne Scham im Brandt-Zwieback-T-Shirt auf.

Jenes T-Shirt wird ganz schnell vergessen, sobald die Gymphs ihre Uniform anlegen. Denn sie müssen ja...

...Photos machen für ihr...

...erstes Konzert (am 11.04. 2003 im Bildhäuser Hof). Leider (und: wie so oft) sind nicht alle da.

    Muss eben als Ersatz für die restlichen Gymphs (BINE [einfach nicht gekommen, kein Mensch weiß, warum], BIEBER [muss lernen, welch schwache Ausrede], JESS [krank], KA [wohl auch krank], KOHLMAISE [in München - Barbara Bonney kann gerade noch als Entschuldigung durchgehen...]) der in Prag geklaute, von der Prager Polizei nach zwei Wochen sicher gestellte, dem Besitzer allerdings erst nach drei Monaten gemeldete, dann wieder vom ADAC zugestellte, brave alte VW Golf I Cabrio (Schubert II) herhalten. Der jetzt dem Dave gehört und seinerzeit von Juttas Vater an Land gezogen wurde...soviel zur Geschichte.

Mit den verbleibenden Gymphonikern dann am Samstag Soundcheck im Bildhäuser Hof. Stimmt die Akustik, oder brauchen wir Micros?

Die uniformierte Optik stimmt jedenfalls! Beim Aufstellen,...

beim Singen...

...und beim Posen.

P.S.: Einige nicht ganz verständliche Eintragungen im Chorbuch am Freitag werden von Tina und obigem sich ratlos am Boden befindlichen Chorleiter in der Nacht zum Samstag mit einem Schluss-Strich bedacht und, unter Einfluss von einem weiteren Vaughan-Williams - Lied (“Youth and Love”) u.a. mit folgenden schriftlichen Niederlegungen relativiert:

- der Typ, der eben dieses Lied singt, sieht auf dem CD-Cover    aus wie Silent Bob

- Stößchen

- Suche nach grammatikalischer Form für der Comic-Sprache    entnommene Wortbeispiele wie: “in’s Klo fall, grins,                 Vaughan-Williams hör, anstoß oder zündel” (um nur einige   zu nennen).

 

Der Samstag dagegen klingt aus, nach einem bedeutungsschweren Afterglow im Stage 1, mit einem bedeutungsschweren (wieder mal) Vaughan-Williams - Hören seitens Dave und “Rosenhölzchen” Heléna.

Lezteres Hölzchen bekommt die Bitte angetragen, das Chorbuch ob festhaltenswerter Bemerkungen zu missbrauchen (es geht z.B um “die Teilschen” [süße Gebäckstücke], Hea’s Parfum und seine Wirkung, wenn sie sich in Sägespäne legt etc....

Die Entschuldigung hierfür liegt im Chorbuch schriftlich vor. Einen weiteren Missbrauch wird es nicht geben, da während besagter Vaughan-Williams - Audition (nebst Laura Biagiotti - und Dunhill-Edition - Duftproben) eine neue Kunstform entsteht: “Die Lyrischen Seiten”.

Die sind mittlerweile eingeweiht und stellen keine Konkurrenz mehr dar.    

Zum Schluss: Rosenhölzchen und der Dave.